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Auf der Leipziger Buchmesse kommen jedes Jahr Buchbegeisterte und Verlage das erste Mal im neuen Bücherjahr zusammen. 2024 zählten die Messeveranstalter insgesamt 2085 Verlage, die ihre Neuigkeiten ausstellten, und über 283.000 Besucher.

Wie kannst du als AutorIn die Buchmesse nutzen, um deine Buchideen Verlagen vorzustellen? Julia Osbahr nimmt uns mit auf ihrem Besuch durch die Messehallen.



Da stand ich nun, in Halle 3 der Leipziger Buchmesse, umgeben von Menschengruppen, bunten Cosplay-Wölfen und natürlich jeder Menge Kinderbüchern. Ich hatte mir vorgenommen, Verlage anzusprechen und meine Buchprojekte vorzustellen.

 

Obwohl ich die Pitches im Kopf und die Exposés im Rucksack hatte, bezweifelte ich in diesem Moment, dass ich es wirklich durchziehen würde. Die Stände waren voll, alle Leute wirkten beschäftigt – und das schon Donnerstagmittag. Puh! Ich ließ mich eine Weile treiben und fand mich plötzlich vor einem kleinen Stand wieder, an dem nichts los war. Eine Person saß vor ein paar Bilderbüchern und schaute abwartend durch die Halle. Aber klar! Ich kannte sie und den Verlag über Insta … und auch die Website, auf der steht, dass man von Manuskripteinsendungen absehen soll. Ich hatte also höchstwahrscheinlich nichts zu gewinnen, aber auch nichts zu verlieren. Perfekt zum Üben! 


Sie kommen aus Stadt XY, oder?“, fragte ich.

Die freundliche Person bejahte und erzählte ein bisschen von sich und seiner Motivation. Ich nahm ein Buch, dessen Cover ich schon online bewundert hatte, in die Hand. Beim Blättern musste ich mehrmals grinsen, weil es wirklich so lustig war wie der Klappentext vermuten ließ. Eigentlich eine hervorragende Überleitung zu meinem Projekt … Ich gab mir einen Ruck.


Ich bin Kinderbuchautorin“, sagte ich selbstsicher, „und ich habe auch ein humorvolles Bilderbuch geschrieben. Das Manuskript hätte ich Ihnen schon längst geschickt, wenn auf Ihrer Homepage nicht dieser Satz stehen würde.


Ach, toll! Erzählen Sie doch mal“, forderte mich die Person auf.


Ich fasste Themen und Handlung kurz zusammen (den Pitch habe ich nicht Wort für Wort aufgesagt, dass kam mir gekünstelt vor). Die Person hörte amüsiert zu, dann sagte sie (tatsächlich!):

Schicken Sie es mir gerne zu. Mein Programm ist zwar durchgeplant bis 2026, aber wenn mir was Besonderes begegnet … vielleicht kann ich noch was draufpacken.

Ich machte innerlich Freudenhopser, als wir auch noch Visitenkarten tauschten. Was für ein Einstieg!


Dieses wertschätzende Gespräch gab mir den Mut, auch bei weiteren Ständen zu „pitchen“.


Insgesamt war ich an drei Tagen auf der Messe und möchte meine persönlichen Erfahrungen hier teilen.

 

1. Es ist besser, die Bücher des Verlags als Gesprächseinstieg zu nutzen als das eigene Werk

Ich zumindest habe mich dadurch wohler und weniger „aufdringlich“ gefühlt und konnte ehrliches Interesse zeigen. Wenn man einen Verlag mag, kennt man mindestens eins der Bücher am Stand. Falls man weder Verlag noch dessen Bücher kennt, bringt es Spaß, sich erstmal einen Überblick zu verschaffen: Bestimmt gibt es mindestens ein interessantes Cover, über das man ein Gespräch beginnen kann. Wenn alles nicht zutrifft, dann passt der Verlag eh nicht zum eigenen Projekt. Mich hat z.B. der Illustrationsstil eines Meeres-Bilderbuchs sofort angesprochen. Darüber habe ich eine Verbindung zu meinem maritimen Buch herstellen und die Visitenkarte der Verlegerin gewinnen können.


2. Wie so oft sind Geduld und Zeit gute Begleiterinnen

Ich habe viel beobachtet (hinter Buchdeckeln geht das wunderbar 😉): Wer hat hier welche Funktion (manchmal steht es auf den Namensschildern)? Wen spreche ich am besten an? Sind mir die Leute sympathisch, wie verhalten sie sich im Gespräch mit Kundschaft und Geschäftspartner*innen? Es gab einen Stand, den ich statt Donnerstag erst am Freitag besucht habe, weil ich mitbekam, wie zickig die Mitarbeiterin mit einer Kundin sprach. Mein Plan ging auf, denn am Freitag hatte ein Kollege sie abgelöst.


3. Punkt 2 funktioniert besser, wenn man allein unterwegs ist

Ich war mit Freundinnen auf der Messe, aber wir haben uns ab und zu für 1-2 Stunden getrennt und irgendwo verabredet.


4. Kleinere und mittelgroße Verlage

sind offener für spontane Gespräche als Publikumsverlage (hier wirkten die Mitarbeiter*innen dauerbeschäftigt. Es kann sinnvoll sein, rechtzeitig vor der Messe einen persönlichen Termin auszumachen). Ich habe es trotzdem bei einigen größeren Verlage versucht, wenn ich eine Lücke erwischt habe. Einmal hat man mir per Handy die Homepage und die dortige Rubrik „Manuskripteinsendungen“ gezeigt (Na, darauf war ich auch schon selbst gekommen!), die anderen nannten allgemeine Mailadressen und selten (nur auf direkte Nachfrage und eher aus Höflichkeit) konkrete Ansprechpartner*innen.


5. Lesungen zu besuchen und mit anderen Menschen zu quatschen

(zum Beispiel mit Kinderbuchmanufaktur-Mitgliedern 😊), ohne ein Ziel zu verfolgen, half mir, locker zu bleiben und offen für Zufallsbekanntschaften zu sein (pausenlos sämtliche Verlage abzuklappern muss sehr ermüdend sein, weil man sich selbst nervt).


6. Papierausdrucke von Exposés

brauchte ich nicht zum Verteilen, aber es war ein gutes Gefühl, sie für den Fall der Fälle dabei zu haben.


7. Ich habe einige Überraschungen erlebt, positive und auch negative.

Von einem der (mittelgroßen) Verlage auf meiner Favoritenliste haben meine Kinder und ich viele Schätze im Bücherregal stehen. An einem der Messetage war sogar die inhabende Person vor Ort. Ich schlich mehrmals umd den Messestand herum, doch immer saß der Person schon jemand gegenüber. Ein Karosakko-Herr löste eine Seidenschal-Frau ab, es folgte ein Brillenband-Mann.


Ich drehte meine Runden und als ich dem Brillenband-Mann woanders begegnete, flitzte ich zurück zu dem Lieblingsverlag. Mittlerweile aß die Person ein Käsebrot. Och nee! Ich ging einen Kaffee trinken und als ich wiederwiederwiederkehrte, traf ich sie endlich allein an.


Nach der ganzen Mühe erlaubte ich mir kein Zögern und fragte einfach, ob die Person kurz für mich Zeit hatte. Sie bat mich, Platz zu nehmen. Ich lobte die Verlagsausrichtung und erzählte kurz von unseren Lieblingsbüchern, bevor ich mein Projekt erwähnte.


Illustrieren Sie auch?“, unterbrach sie mich.

Ich schwärmte von der Illustratorin, die meine Geschichte bebildern würde, wenn das gewünscht wäre.

Wieder dazwischen: „Haben Sie Bilder dabei? Sonst kann ich dazu nichts sagen.

Ich zog ein Blatt mit dem Portfolio der Illustratorin aus dem Rucksack.

Nach nicht mal drei Sekunden ein Kopfschütteln.

Nee! Ich würde sofort weiterklicken! Gefällt mir nicht. Dann brauchen Sie mir über Ihr Projekt gar nichts sagen.

Ich schluckte, stand auf und war erstaunt über die Art und Weise.


Im zweiten Moment erleichtert, weil ich wusste, woran ich war. Diesen Verlag konnte ich von meiner Bewerbungsliste streichen. Ohne die Buchmesse wäre er vermutlich immer noch auf der Liste. Drei andere Verlage hingegen nicht.


Drei ganz neue Chancen, die mir mehr Hoffnung geben als ich bei meinem ehemaligen Favoriten jemals hatte.


8. Ein Gedanke hat mir vor dem “Pitchen“ besonders geholfen:

Genauso wie der Verlag ein Gewinn für mich (oder dich?) sein kann, kann auch mein (oder dein?) Buchprojekt ein Gewinn für den Verlag sein - er weiß es nur noch nicht! 😊


Also, los, packen wir es an!


Und ich bin dann mal abgetaucht: Exposés an meine neuen Kontakte verschicken - und Daumen drücken.


DANKE für diesen Beitrag an Julia Osbahr!


Julia Osbahr ist Autorin von Bilderbüchern und Kinderromanen und hat 2020 ihr erstes Bilderbuch („Hilfe, Honigbeerbiest!“) im Selfpublishing veröffentlicht. Sie ist seit fast drei Jahren Mitglied der Kinderbuchmanufaktur und wünscht sich, Verlage für ihre Herzensprojekte zu finden.


Herzlichen Glückwunsch und jede Menge weihnachtliches Kinderbuchkonfetti für unsere Mitglieder, die in diesem Quartal ihre Veröffentlichung in den Händen halten dürfen!


Wenn du noch das eine oder andere Buch unter den Baum legen möchtest, dann wirst du hier bestimmt fündig. Und wer weiß, vielleicht bist auch du bald auf einem dieser Bilder zu entdecken?!

KinderbuchManufaktur Neuveröffentlichungen Katrin Grieco

Wie schön, dass damit die Welt ein bisschen bunter wird und kleine LeserInnenaugen leuchten können!


Genau dafür gibt es die KinderbuchManufaktur: Für gelebte KinderbuchTräume! Wir lassen hier die Autorinnen und IllustratorInnen zu ihren Büchern selbst zu Wort kommen. Alle hatten die Möglichkeit, einen bevorzugten Link als Empfehlung für den Kauf anzugeben.


Andrea Stegmaier (Illustratorin)

"Warum Weihnachtswunder manchmal ganz klein sind"

Im verschneiten Winterwald wird eine Tanne gefällt. Sie soll als großer prachtvoller Weihnachtsbaum auf dem Weihnachtsmarkt aufgestellt werden. Doch im Baum versteckt wohnt ein kleines Käuzchen, das nun zusammen mit dem Baum in die große Stadt reist. Dort angekommen, entdeckt Waldarbeiter Mario das Käuzchen zwischen den Zweigen. Völlig erschöpft ist es von der langen und beängstigenden Reise. Zum Glück kümmert sich Marios Tochter Emilia liebevoll um das kleine Weihnachtswunder und päppelt es wieder auf. Als es sich erholt hat, bringen Mario und Emilia den kleinen Kauz wieder nach Hause in den zauberhaften Winterwald.

ISBN: 9783751202299

bevorzugter Bestelllink zum Shop der Autorenwelt

KinderbuchManufaktur Andrea Stegmaier

Annika Debschütze-Frey

"Emil und der Hut voller Mut"

Ein tierisches Abenteuer voller Mutproben, Selbstvertrauen und innerer Stärke. Begleite Emil, das tapfere Erdmännchen, und entdecke den geheimnisvollen Hut voller Mut, der seinem Träger Mut und Selbstvertrauen verleiht. Emil nutzt seinen neuen Mut, um seinen tierischen Freunden zu helfen und sie aus gefährlichen Situationen zu retten. Dadurch erkennt er schließlich, dass seine wahre Stärke und sein Mut tief in ihm selbst liegen.

ISBN: 9783910423091

bevorzugter Bestelllink zu Amazon

KinderbuchManufaktur Annika Debschütz-Frey

Antje Tresp-Welte

"Charlies Mutmach-Geschichten - Weihnachten im Baumhaus"

Gemeinsam mit dem Autor Alex Planet habe ich den Weihnachtsband zu "Charlies Mutmach-Geschichten" herausgebracht, einer Kurzgeschichten-Anthologie, an deren Entstehung alle Beteiligten ehrenamtlich mitgewirkt haben. Mit dem Verkauf unterstützen wir die Kinderkrebsstiftung Deutschland und die Kinderkrebs Schweiz. 12 liebevoll illustrierte Kurzgeschichten zum Vor- und Selberlesen für Kinder von 5 - 9 Jahren freuen sich darauf, entdeckt zu werden. Allen gemeinsam ist das Thema Mut in all seinen Facetten. Meine Geschichte trägt den Titel "Ein Weihnachtswunder für Graum von Taps".

ISBN: 978-3756812547

bevorzugter Bestelllink zu Amazon

KinderbuchManufaktur Antje Tresse Welte

Claudia Höwing

"Das Handbuch über Wichtelmagie und geheime Wichtelzauberkräfte"  

Wichtelmagie und Zauberkräfte! Du wolltest schon immer wissen, was für Wichtel es gibt? Über welche magischen Tricks sie verfügen? Wie sie ihre geheime Zauberkraft finden und was es mit diesen Zauberkräften auf sich hat? Du fragst dich, wo überall auf der Welt Wichtel leben und wie sie wohnen? Was unterscheidet einen Weihnachtswichtel von einem Hauswichtel oder von einem Naturwichtel? Welche Magie umgibt die Wichtelstuben in unseren Hauswänden? Und warum leuchtet mancher Tage eigentlich der Himmel am Abend so rot? All dies und noch viel mehr beantwortet dieses Handbuch über Wichtelmagie und geheime Wichtelzauberkräfte. Für alle kleinen und großen Wichtelfans!Mit zauberhaft schönen Illustrationen von Francesca Piel.

ISBN 9783757880804 und 9783757886790

bevorzugter Bestelllink zum Anbieter BoD

KinderbuchManufaktur Claudia Höwing

Fanziska Stülpe

"Drachentaxi - Die Verschwörung"

Hast du gewusst, dass man in Berlin einen Drachen als Taxi bestellen kann? Mio jedenfalls staunt nicht schlecht, als eines Tages plötzlich ein Drache vor seinem Fenster sitzt. Zusammen mit seiner Freundin Lu wagt er das Abenteuer, mit dem Drachen davonzufliegen.

Doch ein Fehler in der Flugtaxi-App bringt die Drachen in Gefahr. Mio und Lu beschließen ihnen zu helfen und begeben sich quer durch die Hauptstadt auf Verbrecherjagd.

Ein spannender Abenteuerroman für Kinder ab 10 Jahren.

ISBN: 978-3-34-792340-9

bevorzugter Bestelllink zum Anbieter tredition

KinderbuchManufaktur Franziska Stülpe

Jonna Struwe

"Die Haltestelle der Madame Vromant"

Ein Bilderbuch über Freundlichkeit und Mitmenschlichkeit – erzählt nach einer wahren Begebenheit aus Frankreich.

Ein kleiner Junge fährt gerne Bus und entdeckt hinter dem Namen seiner Haltestelle eine ganz besondere Geschichte ohne Heldentat, Ruhm, Macht oder Geld, aber voller Gesten der Mitmenschlichkeit im alltäglichen Miteinander.

ISBN: 978-3-98595-971-6

bevorzugter Bestelllink zu NOVA MD

KinderbuchManufaktur Jonna Struwe

Judith Spörl

"Eine Tür für den Pomps"

Ein unbekanntes Wesen purzelt aus einem Plakat. Jetzt braucht es einen Namen. Sonst löst es sich bald auf, wie die verblassenden Buchstaben auf dem Plakat.

Und weil jeder weiß, dass KiNdErBucHfiGuReN unvergänglich sind, hätte es am Liebsten gleich eine ganze Geschichte. Es möchte ein Kinderbuchheld sein! So einfach ist das natürlich nicht …

ISBN: ‎978-3989420182

bevorzugter Bestelllink zur Autorinnenwebseite

Judith Sprörl

Kathrin Lena Orso

"An die Zähne, fertig, los – mit Zahnwichtelin Blitzi Blank!"

Was macht Frieda Fuchs bei einem Wackelzahn? Was passiert eigentlich, wenn man zum Zahnarzt muss? Wie läuft ein Zahnputztag im Waldkindergarten ab? Wichtelin Blitzi ist die Zahnärztin im Wichtelwald. Wenn ein Tierkind „Zahnalarm“ ruft, ist Blitzi sofort zur Stelle. Mit ihrem besten Freund, dem Roboter Willi, hilft sie bei Zahnproblemen aller Art. 12 lustige Geschichten erzählen die Abenteuer von Blitzi Blank und Willi und führen kindgerecht an das Thema Zähne heran. So muss niemand mehr Angst vor dem Zahnarztbesuch haben!

ISBN-13: ‎ 978-3751400923

bevorzugter Bestelllink zum Shop der Autorenwelt

KinderbuchManufaktur Kathrin Lena Orso

Katrin Grieco mit Illustrationen von Arabell Watzlawik

"FRIDA LIEBEVOLL"

Das Bilderbuch zur Jahreslosung 2024 für Kinder ab 4 Jahren

Faultier Frida will Liebe zeigen. Das ist es doch, was Gott in seiner Botschaft geschrieben hat. Aber was ist Liebe überhaupt?

Fridas Versuche sorgen für Durcheinander im Regenwald. Bis sie erkennt, dass da jemand ist, der sie zuerst geliebt hat.

Hier können Große und Kleine verstehen:

Alles was wir tun, kann in Liebe geschehen!

ISBN: 978-3-96480-068-8

bevorzugter Bestelllink zum Shop des kondoo Verlags

KinderbuchManufaktur Katrin Grieco

"Zu klein? OH NEIN! Gott lädt dich ein."

Auf seiner Suche nach Freunden passt Finn sich allen an und bleibt dennoch allein. Bis sich eine unerwartete Tür für ihn öffnet und er entdeckt: „Zu klein? OH NEIN!“ – Gott lädt dich ein.

Im Buch öffnen sich große Klappseiten nach oben, nach unten, nach links, nach rechts und einmal sogar gleichzeitig auf beiden Seiten nach außen. So taucht der Pinguin tief hinab ins Eismeer, die Fledermäuse verstecken sich weit oben unter der Höhlendecke und der Löwe reißt sein riesiges Maul auf. Eine gelungene kindliche Umsetzung von Johannes 6, 34: Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Mit überdimensionalen Bildern zum Staunen. Ein Klapp-Vergnügen für Kleine und Große.

bevorzugter Bestelllink zum Shop des kondoo Verlags

KinderbuchManufaktur Katrin Grieco

Melanie Ruhrmann-Petri

"Simon, das Baby und der Herr Alzheimer"

Simons Opa vergisst den Weg nach Hause und stellt seine Schuhe in den Kühlschrank. Für die Erwachsenen ist klar: Opa ist krank. Für Simon ist klar: das war der Herr Alzheimer. Und der bringt alles ganz schön durcheinander.

978-3-903282-13-1

bevorzugter Bestelllink zur Verlagswebseite:

KinderbuchManufaktur Melanie Ruhrmann-Petri

Karolin Gassmann

"Die Wildwasserbande - Abenteuer in den Wolken"

Die Wildwasserbande, das sind die kleine Resi Regentropfen und ihre besten Freunde Sofie Schneeflocke und Hanno Hagelkorn.

Gemeinsam gehen die drei Wolkenbewohner auf Schatzsuche im geheimnisvollen Schneeschloss, retten eine Sternschnuppe oder trauen sich in die unterwölkischen Höhlen.

Das einzigartige Vorlesebuch richtet sich an Kinder ab 4 Jahren und unterteilt die einzelnen Abenteuer in zwei Kapitel. Der Guten-Morgen-Teil öffnet verschlafene Kinderaugen und endet mit einer Aufstehmotivation. Im Gute-Nacht-Teil findet die Fortsetzung des Abenteuers ihr Happy End und lässt Kinder dank Fantasiereise entspannt ins Traumland gleiten.

ISBN: 978-3-98595-767-5

bevorzugter Bestelllink zur Webseite der Autorin:

KinderbuchManufaktur Karolin Gaßmann


Wir wünschen besondere und berührende Lesemomente und allen anderen: frohes Schreiben und Illustrieren, denn auch dein KinderbuchTraum kann und will gelebt werden!



Falls du dir auch Unterstützung von anderen AutorInnen, IllustratorInnen oder MentorInnen, also Experten der Buchbranche wünschnst:


Zwischen 15. Dezember und 22. Januar hast du für das kommende Jahr 2024 die Möglichkeit, Mitglied der KinderbuchManufaktur zu werden! 


Und vielleicht liegt bald schon dein Kinderbuch unter einem Tannenbaum für besonders fröhliche Weihnachtstage?!


Für dich und deine KinderbuchTräume konnten wir Lena Walde als Mitglied der KinderbuchManufaktur zu ihren Büchern befragen: Wie kam es dazu und was kannst du daraus lernen?

Lena wollte als Kind Konditorin, Autorin und Pferdewirtin werden. Trotzdem studierte sie erst und arbeitete als Englischlehrerin, bevor sie sich ihren Traum erfüllte und Autorin wurde. Ihre vier ersten Pappbilderbücher wurden im Oetinger Verlag veröffentlicht. Das erste Bilderbuch (für Fans von Elefanten- und Mut-Mach-Geschichten) erscheint im Frühjahr 2024 bei Magellan.

Kinderbuch schreiben Lena Walde

Wie hast du einen Verlag gefunden?

Das war sehr aufregend! Mit einem ersten Manuskript zum Thema Trauer hatte ich mich bereits 2018 bei 40(!!) Kinderbuchverlagen mit dem berüchtigten „unverlangt eingesandten Manuskript“ beworben. Vierzig Verlage waren natürlich viel zu viele. Ich hatte meine Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht und geglaubt, mein Bilderbuchmanuskript würde bestimmt zu jedem Kinderbuchverlag passen – das war natürlich nicht der Fall. Eineinhalb Jahre; viele Absagen; hin und wieder auch ein paar nette, motivierende Rückmeldungen später, schickte ich mein zweites Manuskript in die Verlagswelt hinaus. Diesmal an einen kleineren, ausgewählten Kreis. In der Zwischenzeit hatte ich viel geschrieben, geübt und gelesen – Fachliteratur über das Schreiben und vor allem Bilderbücher in allen Facetten und Formaten.

Und dann ist es einfach passiert: Im Juni 2020 meldete sich eine Lektorin des Oetinger Verlags und fragte, ob der Text mit der Familie Fuchs noch zu haben sei. Ich hüpfte weinend durch den Garten meiner Freundin, bei der ich gerade zu Besuch war – natürlich war mein Text noch zu haben! Und dann ging alles ganz schnell: Der Vertrag wurde unterschrieben und schon saßen wir am Lektorat des Textes.

Die Kontakte zu den weiteren Verlagen sind über meine Agentin Annette Wolf entstanden. Im April 2021 hatte ich mich bei zehn Agenturen mit einem Bilderbuch beworben und einige Wochen später durfte ich mich zwischen zwei Interessenten entscheiden. Mein Bauchgefühl führte mich schließlich zur Agentur Kossack, bei der ich mich richtig gut betreut fühle!


Wie kommst du auf deine Ideen?

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal reicht ein Stichwort, das mir im Alltag begegnet (z.B. „Tierspuren“) oder der Beginn einer Zeile, die mir plötzlich im Kopf herumspukt (z.B. „Im Zoo ist das so!“) und schon bin ich inspiriert.

Andere Male gibt es ein Thema, das mich schon eine Weile bewegt und das ich gerne umsetzen möchte.

Und einmal kam mir die Idee für ein Buch beim Besuch meiner Oma: Ein Schwank aus ihrem Leben wollte unbedingt aufgeschrieben werden. Und daraus ist das Pappbilderbuch „Gibt es noch ein Plätzchen für das kleine Kätzchen?“ entstanden.


Wie entwickelst du deine (Papp-) bilderbuchgeschichten?

Sobald ich einen Ideenfunken habe, notiere ich diesen in meinem Ideenbuch. Manchmal weiß ich direkt, wie ich die Idee umsetzen möchte, ob es eine Pappe, ein Bilderbuch oder ein ganz anderes Kinderbuchgenre werden soll. Und manchmal müssen die Ideen geduldig auf ihren Seiten warten, bis ich mal wieder durch das Buch blättere und aus zwei oder mehr Ideenfetzen plötzlich eine runde Geschichte in meinem Kopf entsteht.


Dann geht es manchmal ganz schnell und ich kann direkt ein grobes Konzept aufschreiben. Manchmal muss ich aber auch länger tüfteln, wie genau die Idee umgesetzt werden soll: Möchte ich eine Geschichte erzählen (wie beim Kätzchen) oder eine Reihung verwenden (wie bei „Sei wild! Nicht brav!)? Und welche besonderen Elemente könnten den Text interessanter machen (z.B. Mitmach-, Such-, Zähl-,... Elemente bei Pappen oder auch Erzählperspektive, Thema, Schauplatz, etc. )?


Wenn ich mit dem Konzept zufrieden bin, geht es ans Schreiben und bei den Pappen ans Reimen – das dauert meistens am längsten! Ich schreibe für einen einzigen Vers oft mehrere Varianten, bis ich spüre: Jetzt klingt es richtig gut. In einer separaten Datei speichere ich die nicht verwendeten Zeilen, Reime und Ideen – es soll ja nichts verloren gehen.

Wenn ich das Gefühl habe, dass der Text fertig und rund ist, schicke ich ihn einer meiner Lektorinnen und dann geht es ans Lektorat.


Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Verlagen?

Ganz wunderbar! In der ersten Zeit habe ich regelmäßig neue Ideen gepitcht, von denen einige umgesetzt werden konnten. Inzwischen kommen auch Verlage mit ihren Vorschlägen auf mich zu oder wir erarbeiten gemeinsam ein Konzept.

An das Lektorieren der Texte musste ich mich am Anfang noch gewöhnen. Die ersten beiden Manuskripte hatte ich ziemlich überladen und meine Lektorin bei Oetinger half mir, die Grundidee zu sortieren und soweit es geht herunterzubrechen. Das war ziemlich schmerzhaft. Aber rückblickend bin ich sehr dankbar, dass sie bereit war, diesen Weg mit mir zu gehen – denn ich habe unheimlich viel gelernt!


Inzwischen kann ich meine wilden Gedanken und Ideen zum Glück auf z.B. 7-10 Doppelseiten á 4-8 Zeilen (für Pappen) zähmen, so dass die Lektorinnen nicht mehr so viel Arbeit damit haben. Beim Lektorat ergänzen wir uns meistens super und bisher war ich mit den allermeisten Änderungsvorschlägen auch einverstanden. :)

Kinderbuch schreiben Lena Walde

Was sind deine drei besten Tipps fürs Schreiben von Kinderbüchern?

Hmm, ich glaube, am meisten hat mir tatsächlich etwas geholfen, das ich in einem englischen Schreibseminar gehört habe: Die drei Ps – Passion, Patience und Persistence.

Passion – Nur wer selbst mit ganzer Leidenschaft und Begeisterung an seine Texte glaubt, kann diesen Funken auf andere überspringen lassen.

Patience – Um lange Wartezeiten auszuhalten und den stetigen Lernprozess anzunehmen, braucht es viel Geduld.


Und damit PERSISTENCE, das DRANBLEIBEN möglich wird, gibt es die KinderbuchManufkatur: für den ermutigenden Austausch oder die kleinen Anstubser, um mutig Träume zu leben!

Herzlichen DANK für deine Antworten, liebe Lena!


Das hört sich gut an und du bist neugierig, mehr zu lesen? Natürlich kannst du Lenas Bücher auch noch näher kennenlernen: auf ihrer Webseite unter www.LenaWalde.de und mit "Passion, Patience und Persistence" wird es auch im Jahr 2024 in der KinderbuchManufaktur weitergehen. Für dich und deinen KinderbuchTraum!


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